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Passivhaus-Siedlung auf den Zietenterrassen

Im Konversionsgebiet „Zietenterrassen“ in Göttingen, einem ehemaligen Kasernengelände, entsteht eine der größten zertifizierten Passivhaussiedlungen in Deutschland. Mit rund 130 Wohneinheiten und verteilt auf 5 Bauabschnitte entstehen hier 2 Typen von Mehrfamilienhäusern entlang einer eigenen Projektstraße, welche später öffentlich gewidmet wird.

Die hochwertige Bauweise mit vorgehängten, hinterlüftete Faserzementfassaden erreicht den Passivhausstandard und erfüllt KfW40. Ab dem 1.OG werden alle Außenwände als tragende Brettsperrholz-Fertigteile (CLT) ausgebildet und ermöglichen eine für Passivhäuser verhältnismäßig geringe Dämmstärke von 24cm. Die so gewonnene Fläche (umlaufend ca. 6cm) kann den Wohngrundrissen zur Verfügung gestellt werden. Die Geschossdecken werden in Stahlbetonbauweise erstellt und liegen auf den tragenden CLT-Wänden auf. Diese Holz-Beton-Hybridbauweise nutzt die Vorteile des jeweiligen Materials und ermöglicht eine wirtschaftliche Projektabwicklung bei gleichzeitiger Verringerung des CO2-Fußabdrucks.

Die Erstellung der PHPP-Nachweise erfolgt in unserem Büro, welche durch die Passivhaus-Dienstleistung GmbH https://www.passivhaus-info.de/index.php geprüft und zertifiziert werden. Sehr gute Werte im Bereich der Luftdichtigkeit in Kombination mit einer wohnungsweisen Lüftung mit Wärmerückgewinnung ergänzen das passivhaus-typische Konzept.

Vor kurzem haben wir unseren Entwurf in der Fakultät Bauen der HAWK in Holzminden vorgestellt und den Studierenden Einblick in die Arbeit eines Architekturbüros im Bereich der Planung hochenergieeffizienter Gebäude gegeben. http://www.hawk-hhg.de/aktuell/default_219922.php

Unser Projekt hat beim Niedersächsischen Holzbaupreis 2018 eine Anerkennung erhalten. Wir freuen uns über die Auszeichnung durch Ministerin Barbara Otte-Kinast.